Der Kampf gegen den Terror geht weiter!!!
Ich hatte es ja schon angekündigt, der Kampf gegen den Terrorismus in Griechenland geht entschlossen weiter.

Nachdem es unserem Dimi im Mai nicht gelungen ist, die Security am Athener Flughafen zu überlisten, versuchte in den Oktoberferien unser Sohn Stergios (14) sein Glück.
Wir waren auf der Rückreise von Thessaloniki über Athen nach Berlin, als wir abermals der Athener Security auffielen.
Das Handgepäck wurde durchleuchtet.
Diesmal waren mehrere Päckchen Einwegspritzen in der Tasche meiner Frau der Stein des Anstoßes. Unser Sohn leidet seit ca. drei Jahren an Diabetes und muss sich deshalb regelmäßig spritzen.

Gar kein Problem, denn wir hatten unseren Terroranschlag genauestens geplant und natürlich einen Diabetikerausweis dabei. Das beeindruckte den Security-Mann nur wenig.
Auch der Hinweis meiner Frau, dass wir damit die Spritzen und Medikamente auf der Hinreise nach Griechenland eingeführt hatten, ließ den ehemaligen Türsteher kalt.
Außerdem wusste der ausgebildete Mediziner, dass man so viele Spritzen gar nicht braucht. Der Mann hatte bestimmt schon etliche Milzbrandanschläge verhindert.
Es begann eine wilde Diskussion und meine Frau versuchte zu erklären, dass die Spritzen und das Insulin lebensnotwendig sind und sie beides deshalb im Handgepäck braucht.
Auf der Suche nach einer Lösung bot Rambo dann eine seiner wertlosen Quittungen an, auf die wir unser Terrorset dann in Berlin zurück erhalten sollten. Da wir diese bereits aus dem missglückten Pistolenattentat vom Mai kannten, lehnten wir ab. Schließlich sind wir Profis! Meine Frau lieferte sich darauf hin ein Wortduell mit Zerberus, aus dem ich wenigstens die griechischen Schimpfworte verstand. Eine Stewardess kam hinzu und beruhigte Schwarzenegger. Sie bot sich an, die Medikamente während des Fluges bei sich aufzubewahren.
Schließlich lenkte der treue Gesetzeshüter ein und meine Frau beobachtete mit Argusaugen, ob die vermeintliche Stewardess auch tatsächlich mit in unser Flugzeug einstieg.
Schlussendlich war die ganze Aufregung umsonst, Stergios hatte während des Fluges gute Blutzuckerwerte und musste sich nicht spritzen und mir war die Lust an einem Terroranschlag vergangen. Da Diabetes nicht heilbar ist, frage ich mir nur schon, mit welchen Tricks wir wohl die nächsten Male durch die Kontrollen der strengen Athener kommen???

Später stellten wir dann fest, dass sich in Stergios Rucksack noch etliche Spritzen befanden, die bei der Kontrolle des Handgepäcks nicht aufgefallen sind!
Mit dem selben Rucksack ist es dem jungen „Bin Laden“ – Nachahmer übrigens bereits im Mai gelungen, seine Spielzeugpistole sicher nach Deutschland zu schmuggeln - sehr zum Ärger seines jüngeren Bruders, der heute noch schmollt.

PS.: Die Marke des Rucksacks werde ich hier aus verständlichen Gründen nicht nennen, vielleicht brauchen wir den noch beim nächsten Mal!
Autor: stephan, am 2002-10-28 15:27:16

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