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Normale Version: Baugenehmigung
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Hallo zusammen und allen ein frohes und gesundes neues Jahr.
Ich habe hier mal eine Frage zur Baugenehmigung, wie lange ist eine solche gültig? Oder anders gefragt, wenn ich eine Baugenehmigung habe, bis wann muss ich mit dem Bau beginnen?
Wäre über eine Antwort dankbar.
Gruß
Konny
Soweit ich noch richtig informiert bin, darf nur mit einer gültigen Baugenehmigung gebaut werden. Das heißt innerhalb der 5 Jahre mußt Du fertig werden, oder Du mußt sie gegen eine Gebühr von ehemals 500 Euro verlängern lassen. Ob das was ich eben geschrieben habe heute noch gilt(5 Jahre Gültigkeit der Baugenehmigung und 500 Euro für die Verlängerung) kann ich nicht beschwören. Bei uns war es so und unsere 2. Baugenehmigung ist jetzt zu Ende.

Susi
Vielen Dank für Deine Antwort, das ist genau was ich wissen muß, da wir im Moment planen schon mal eine Baugenehmigung zu beantragen, aber noch nicht wissen, wann wir anfangen wollen zu bauen ( wegen der Finanzen und so ;-) ).
Gruß Konny
Informiere Dich am besten bei dem Baumat hier in Gr. Und wenn es abschaetzbar ist wann Ihr anfangen koennt beantrage sie auf jeden Fall.

Die Baugenehmigungen werden von Jahr zu Jahr teurer!

LG
Petra
Hallo Petra, danke Dir, werd ich auch so machen, hoffe schon in den nächsten fünf Jahren bauen zu können.
Gruß Konny
Keine Ahnung, ob es lokale Unterschiede gibt, aber meine Baugenehmigung (Kykladen) ist von 2004 und sie gilt 4 Jahre, das ist hier Standard. Das heißt ich werde dieses Jahr kurz vorm Stichtag - nach griechischer Zeitrechnung, also 6 Monate vorher ;-) - die Verlängerung durch den Architekten beantragen lassen. Angeblich ist das problemlos und kann normalerweise auch nicht abgelehnt werden, es wird nur nochmal ein bisschen was kassiert. Die Verlängerung ist genau einmal möglich, und zwar für weitere 4 Jahre. Wenn bis Ablauf dieser Zeit nicht das Betongerippe steht, erlischt die Genehmigung unwiederbringlich. Zum Zeitpunkt des ersten Antrags sollte man also absehen können, binnen 8 Jahren mit dem Bau beginnen zu können.
Das ist interessant, dass heißt also, wenn das Betongerippe steht ist die Baugenehmigung sozusagen eingelöst. Wann es dann weitergeht bis zur Fertigstellung spielt keine Rolle mehr? Da hätte mann dann ja nochmal ein bischen Luft.
Ich denke, dass ist der Grund warum man hier ueberall (besonders auf dem Land) halbfertige Haeuser/sprich die Betongerippe rumstehen sieht, die die Landschaft verschandeln. Leider werden viele auch wirklich nie weitergebaut, weil wohl ploetzlich doch kein Geld mehr da ist.
Was ist eigentlich wenn der Beton jahrelang der Witterung ausgesetzt ist? Gut kann das nicht sein,oder?
Ja, man weiß heute, dass das "50 er Jahre-Wundermaterial" Beton keineswegs ewig hält. Luft (Salz, Ozon, Abgase), Strahlung (Sonne, UV), Wind & Regen zeigen nach ersten Jahren ihre Spuren. Nicht anders wie bei dere Akropolis - nur viel schneller...

Daher werden ja (in Germany) Brücken, Stadien, u.,s.w. regelmäßig überprüft und auch mal abgerissen.

Putz oder eine Betonschutzfarbe helfen da schon. Auch ich muss mal meinen Dachrand streichen, bevor er mal wegbröckelt...
Warum baut eigentlich niemand in Griechenland mit Ytonsteinen, ist das einfach nicht bekannt genug oder ist das wegen der Erdbebensicherheit? Man hat mir mal erzählt, dass die Ytonsteine in den Hausecken so verzahnt werden, dass das eine genau so große Festigkeit hat wie ein Betonpfeiler. Kann dazu jemand etwas sagen? Das ganze in Yton zu bauen wird doch ziemlich schnell gehen, oder?
In Ytong Steine kann man die Erdbebensicherheitseisenstangen (oder wie die heissen) nicht einziehen... das geht nur, wenn mann sie direkt beim Giessen in den speziellen (elastischen) Beton gibt, der hier verwandt wird.
konny2 schrieb:Das ist interessant, dass heißt also, wenn das Betongerippe steht ist die Baugenehmigung sozusagen eingelöst. Wann es dann weitergeht bis zur Fertigstellung spielt keine Rolle mehr? Da hätte mann dann ja nochmal ein bischen Luft.
So ist es. Soweit ich weiß, muss das Betonskelett komplett fertig sein - also exakt den genehmigten Plänen entsprechen, es darf nichts fehlen. Aber anschließend hast Du ewig Zeit. Inwieweit das wirtschaftlich sinnvoll ist, muss jeder selber wissen. Das in einem sinnlos rumstehenden Betonskelett gebundene Kapital würde mich nervös machen. Da musst Du die Kostensteigerung (der Du durch früheren Baubeginn zuvorkommst) gegen die Korrosion Deines Gerippes abwägen. ;-) Am schlimmsten für den Beton ist übrigens Frost. Wenn das Wetter in GR so wie in D wäre, könnte man nicht überall die Gerippe rumstehen lassen.

Der Grund für den Stahlbeton-Skelettbau in GR ist im wesentlichen die Erdbebensicherheit. Aber es gäbe genug Alternativen, auch beim Mauerwerksbau kann man erdbebensicher bauen. Die Technik entwickelt sich eben immer weiter. Nur solage es keine zwingenden Gründe gibt, vom Bewährten abzuweichen, baut man eben weiter die "Gerippe". Ist ja auch in Ordnung.
Sind denn die Gerippe immer auch die günstigste Alternative, oder sind eventuell neue Techniken kostengünstiger, weißt du das?
Ich weiß es nicht, aber auch wenn es theoretisch Alternativen gäbe, muss man erst jemanden finden, der die auch umsetzt. Ich unterstelle mal, dass das eher nicht der Fall ist. Wenn *Du* mit neuen Ideen kommst, bist *Du* hinterher auch schuld, wenn was nicht klappt. Wir haben vor zwei Jahren in D gebaut, auf dem Land, und da wurden schon viele unserer Ideen - die eigentlich zeitgemäßig und Stand der Technik sind - sehr "kontrovers diskutiert". Ich möchte nicht wissen, wie ein griech. Bauunternehmer in der Provinz das sieht...
Stimmt, das könnte natürlich Probleme geben, noch vor 2 Jahren wurde uns erzählt, das es in Griechenland keine Yton Steine gibt, was natürlich auch nicht stimmte. Ich werd mich da noch mal schlau machen, bzw. beim nächsten Griechnlandaufenthalt nachfragen. Vielen Dank
Allein das Material sorgt ja beim Mauerwerksbau schon für Diskussionen. In D gibt es regionale Unterschiede, eher durch alte Gewohnheiten begründet als durch sachliche Argumente. Kalksandstein, Ziegelstein, Porenbeton und vieles mehr. Unser griech. Architekt hat natürlich klassisch die "Gerippetechnik" vorgesehen. Wenn ich mir gerade vorstelle, wie ich ihm die Vorteile von Kalksandstein-Planelementen mit Vollwärmeschutz erkläre... das ganze Haus in einer Betonwanne wg. der Erdbeben, und im Keller einen Mehrspartenanschluss... das wird nix... ;-)
Ich glaub da hast du recht, allein schon wegen der Nicht-Kenntnis wird das wohl von den Bauunternehmern abgelehnt. Wir haben bisher auch nur Vorschläge in der Gerippetechnik bekommen. Mein Mann hat sich irgendwie an Yton festgebissen, weiß auch nicht warum.
konny2 schrieb:Ich glaub da hast du recht, allein schon wegen der Nicht-Kenntnis wird das wohl von den Bauunternehmern abgelehnt. Wir haben bisher auch nur Vorschläge in der Gerippetechnik bekommen. Mein Mann hat sich irgendwie an Yton festgebissen, weiß auch nicht warum.
Das Betonskelett wird wohl unumgänglich sein weil es im Erdbebenfall die Stöße und Schwingungen auffangen kann. Das Mauerwerk kann ohne weiteres mit Ytong gemacht werden, Ytong hat ja auch hervorragende wärmetechnische Eigenschaften, wird aber eher selten verwendet. Kann mir vorstellen dass es den meist albanischen Bauarbeitern noch unbekannt ist.
Jedenfalls kann man damit vor allem im Innenausbau Dinge machen die mit Ziegeln nicht so einfach sind wie z.B. Rundbögen.
Also noch mal zum Betonskelett. Ab gewissen Höhen muß man erdbebensicher bauen, sprich, wenn es höher wird als ebenerdig, m u ß man mit einem Betonskelett arbeiten. Mit welchen Steinen man dann die Wände einzieht, bleibt jedermann selbst überlassen. Das Haus muß aber komplett fertig gestellt werden, bevor die Baugenehmigung erlischt, denn die Zahlungen an die IKA können(normalerweise) nur geleistet werden, wenn eine gültige Baugenehmigung vorliegt. Es gibt auch sehr viele Kontrollen, wenn irgendwo etwas gearbeitet wird. Sowohl von der IKA als auch von der Bauaufsicht, wenn mal wieder ein netter Nachbar den anderen anschwärzt.
Früher war das ein wenig anders, und deshalb stehen so viele Gerippe hier rum. Jetzt hat der griechische Staat wohl eingesehen, daß es nicht so schön ist, wenn diese Gerippe die Landschaft verschandeln und hat die Gesetze dementsprechend geändert, was aber selbstredend nicht heißt, daß sich auch alle daran halten.
Ein Betongerippe stehen zu lassen ist nicht wirklich sinnvoll, wenn man später darin wohnen möchte, denn der Stahl rostet im Beton, wenn von außen Luft und womöglich auch noch Salzwasser darangelangen können, geht das dann doch schneller als man sich das wünscht. Wenn der Stahl gerostet ist, hat er auch nicht mehr seine erschütterungsabschwäschenden Eigenschaften und das Haus wird bei einem starken Erdbeben nicht stehen bleiben. Wenn man also so viel Geld in ein Haus investiert, ist man doch sicherlich auch daran interessiert, daß nicht zu dem eigenen Grab wird.

Susi
konny2 schrieb:Ich glaub da hast du recht, allein schon wegen der Nicht-Kenntnis wird das wohl von den Bauunternehmern abgelehnt. Wir haben bisher auch nur Vorschläge in der Gerippetechnik bekommen. Mein Mann hat sich irgendwie an Yton festgebissen, weiß auch nicht warum.
Moin !

Ich bin mir immer nicht ganz so sicher, ob es wirklich der mangelnde Kenntnisstand oder einfach die reine Bequemlichkeit ist, Arbeiten doch lieber so auszuführen wie man´s schon immer getan und hat und womit man entsprechende Erfahrungen hat.

Typisch griechisch dabei die Aussagen "das gibt´s/geht hier gar nicht" :-)

Vor kurzem hat mir ein Bekannter erzählt, dass sein Bauunternehmer sich geweigert hat wandhängende Sanitär-Objekte anzubauen ... verbunden mit einem langen Vortrag, dass sowas ja wohl nieeee halten könnte.

Er hat die Objekte dann selbst montiert ...

Die Adresse von YTONG-Athen habe ich z.B. seit 10 Jahren in unserer Akte. Inzwischen gibt es auch auf vielen Inseln Niederlassungen.

Also, .. ganz wichtig .. nicht alles glauben, sondern lieber selbst recherchieren !

Das gilt natürlich auch für den Punkt der Erdbebensicherheit beim Einsatz von (in GR) alternativen Materialen ... das würde ich *tunlichst* nicht mit einem Bauunternehmer besprechen !!!

Erster Ansprechpartner MUSS der Architekt sein ! Dieser kann die Standsicherheit problemlos, ausgehend von den Materialeigenschaften, rechnerisch belegen oder eben widerlegen - und wenn er nachweist, dass und WIE YTONG reicht .. dann ist das so .. egal wie toll der Bauunternehmer das nun findet.

Sollte YTONG tatsächlich nicht "funktionieren" ... weiss man´s wenigstens ... und wenn´s geht ... setzt man seinem Unternehmer die Pistole auf die Brust .. entweder er macht es so, .. oder man sucht sich jemanden der sich damit auskennt .. bzw. keine Probleme hat es mal anzugehen.

In dem Sinne ...

Gruß Uli

P.S. Letztlich geht´s bei der Statik um Gewicht, Gewichtverteilung und mögliche Belastung ... YTONG wird sicherlich zur Notwendigkeit einer dickeren Betondecke führen, um mehr Gewicht auf die Steine zu bekommen.
Ob das dann in der Praxis und preislich Sinn macht ... ist sicherlich eine ganz andere "Sache" ...