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Normale Version: Namensgebung
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...man man man ich bin echt frueh dran, aber eben neugierig und auf Problemloesungssuche!

Ich habe vor ein paar tagen mit meinem freund darueber diskutier, welchen namen es wohl bekommen koennte! hab auch echt ein paar schoene griechische namen im sinn die auch fuer den rest der deutschen familie leicht auszusprechen ist!

er sagte mir eben, das er es schoen finden wurde wenn das kind den namen seiner mutter bekaeme (bei maedchen), bei jungen waere es egal weil sein neffe schon den namen seines vaters traet. ich finde den namen seiner mutter aber ueberhaupt nicht zeitgemaess und unschoen und veraltet, meiner ansicht nach!
er meinte aber es waere eine schoene geste, da seine eltern uns sehr unterstutzen, auch aus finanzieller sicht, mit arztkosten...hausbau.......! trotzdem finde ich es doof mich darum damit abzufinden dem kind ein bloeden namen zu geben!

kenn die sitte mit den namen der eltern! trotzdem...artet das in ein familienkrieg aus, oder hat jemand von euch den "kampf" gewonnen?! will ja keinen deutschen namen!

gruss
claudia
Hallo Claudia,

also ich habe meinen/unseren "Sieg" schon mal in einem vorherigen thread beschrieben: http://www.gotohellas.gr/talk/viewtopic....=10787&p=2 (auf beiden Seiten).

Falls der link nicht funktioniert, probier's mal ueber die Suchfunktion

Gruss und ***toitoitoi***

Esther
Claudia_HH schrieb:ich finde den namen seiner mutter aber ueberhaupt nicht zeitgemaess und unschoen und veraltet, meiner ansicht nach!
Was gerade ich so an Griechenland liebe ist diese zeitlose Namensgebung, also gibt es keinen veralteten Namen! Seh es nicht so deutsch, mein Neffe hat einen Modenamen und der ist gar nicht so begeistert wenn sich in der Schulklasse immer gleich 7! Janniks angesprochen fühlen.

Gruss
Siggi

PS. Wie heisst sie denn die Gute?
Wir könnten ja abstimmen ob er wirklich sooo schlimm ist Wink
In dem Punkt kann ich Siggi nur zustimmen. Das Problem, dass man gehaenselt wird, weil man "'nen doofen Opi-Namen" hat, gibt es hier nicht.
Auf der anderen Seite kommen mir Namen wir Kostas, Georgos oder Eleni mittlerweile soooooo gewoehnlich vor, dass sie an Schoenheit verloren haben.

Tradition is meiner Meinung nur dann schoen, wenn alle Parteien sich gut dabei fuehlen und es schoen finden. Sobald es fuer eine Seite ein "muessen" wird und man unter Druck steht, verfehlt die ganze Sachen seinen Sinn.

Uns hat auch der Name Georgia fuer unser Kind einfach nicht gefallen, und fuer uns persoenlich steht der Name nicht in Verbindung mit Respekt, Liebe und Verehrung fuer die Grosseltern. Wenn andere dies durch die Namesgebung ausdruecken wollen, ist das auch ok. Aber es sollte keiner verachtet, gemieden werden, oder gar Streit entstehen, falls ein anderer Name gewaehlt wird. Es also deutlich wird, dass die Meinung im Dorf fuer die Grosseltern wichtiger ist als ihre Beziehung zu ihren Kindern. Besonders schlimm wird es, wenn die Kinder drunter leiden muessen: Wir kennen ein Fall, bei dem die Grosseltern nicht zur Taufe und zum 1.Geburtstag kamen (Zitat: "den eiste pia ta paidia mas" = nur weil der Enkeltochter ein anderer Name gegeben wurde). Aber vielleicht ist das auch nur ein extremer Fall..............

Esther
Ungeliebte Traditionen verschwinden nur dann, wenn es Mutige gibt, die mit ihnen brechen.... Wink
Tja, "gewonnen" Wink

Ich habe schon vor der Schwangerschaft "klargestellt", dass mein Kind so heißen würde, wie ich WOLLTE. NUR ÜBER MEINE LEICHE sollte mein Kind so heißen wie meine (inzwischen) Ex-Schwiegermutter: "Wassiliki" - furchtbar, vor allem die Kurzfassung "Wassó".

Hier ist der Brauch übrigens so, dass ein Mädchen so heißt wie die Mutter der Mutter, demnach würde dein Kind so heißen wie DEINE Mutter.

Ich würde mich einfach stur stellen an deiner Stelle...

Ich kenne einen Fall, da heißt ein Mädchen Eleni, die Mutter Eleni, und die Oma (Mutter der Mutter) Eleni... die Kleine nennen sie zur Unterscheidung NOCH "Elenitza". Trotz allem Respekt für andere Sitten - das finde ich einfach nur saublöd.

LG
Martina
also der name waere katherina bzw. ekatherini!
weder das eine noch das andere gefaellt mir. ich weiss es ist nicht der schlimmste name! aber mir gefaellt er einfach ueberhaupt nicht!!!

habt ihr irgendwelchen suessen abwandlungen von dem namen! vielleicht gibt es ja eine zwischenloesung!?

ich finde es eben schoener, dem kind einen eigenen namen zu geben. da liegt mir genau so viel dran und irgendwie ist es doch auch ein teil meiner kultur und die schoenste freude einer mutter einen namen fuer das kind zu suchen!
Hallo Claudia,

ich hatte mich damals mit meiner Namensgebung durchgesetzt und unsere Tochter mit erstem Namen Anja genannt. Der zweite Name ist der ihrer griechischen Großmutter, weil ich ihn schön fand(Venetia). Jetzt ist Anja damit aber nicht glücklich, denn sie hätte gerne einen griechischen Namen, aber nicht Venetia. Diesen Namen findet sie total ätzend und ist jedesmal sauer, wenn wir irgendjemandem diesen Namen nennen. Die Griechen nennen sie alle Anna, denn Anja kennen sie nicht. Einen Namenstag hat sie auch nicht und findet es blöd. Also Du siehst wie Du es machst ist es verkehrt. Ich wollte übrigens früher auch einen anderen Namen, wie warscheinlich aller Kinder irgendwann einmal ihren Namen doof finden.

Du wirst es schon richtig machen

Susi
hehehehe.

Meine Eltern waren damals einer aehnlichen Not ausgesetzt und haben einen Kompromiss gefunden: ich habe DREI Vornamen.

1. Gewaehlter Rufname
2. Grossmutter muetterlicherseits
3. Grossmutter vaeterlicherseits

Wink
PS demzufolge habe ich ne Menge Namenstage *g
Genau, wie wäre es mit Katharina als Zweitnamen?

Zu Susis Beitrag: mir war es auch wichtig, dass mein Kind einen Namen hat, der in GR bekannt ist (Lydia ist übrigens auch ein altgriechischer Name) UND für alle Nationalitäten aussprechbar.

Ob meine Tochter ihren Namen später gut findet, das werden wir ja sehen Wink

Ich finde aber, Claudia, wenn du jetzt schon anfängst, dich unterbuttern zu lassen, d.h. dich in JEDER Angelegenheit nach ihm und seiner Familie und Kultur zu richten, dann baust du jetzt schon ein Ungleichgewicht auf, das keiner Beziehung gut tut.

Hast du dich eigentlich erkundigt wegen der Zyste usw.? Hast du dich jetzt beruhigt?

LG
Noch 'ne Geschichte zu Namen: mein direkter Vorgesetzter ist der Sohn einer Amerikanerin und eines Griechen, in GR geboren und aufgewachsen. Er heisst Ivan. Weil die Ma das schoen fand und sich durchsetzte. Andererseits war in den 70igern ausgerechnet ein russischer Name nicht wirklich angesagt... und schon gar nicht tauffaehig. Also hat man ihm einen "christlichen" Zweitnamen gegeben, ihn auf diesen getauft, aber fortan immer nur Ivan genannt. Und so heisst er bis heute, die Familie hat's ueberlebt und der Rest Griechenlands auch Wink
Also erstmal.... Katherina finde ich einen sehr schönen Namen, kein Grund sich zu schämen. Ist ja aber Geschmacksache.

Bei uns ist es so, das Erstgeborene wird nach den Namen der Eltern väterlicher Seite benannt und das 2. dann mütterlicher Seite. Auch wenn ich immer dagegen war mich an diese Tradition zu halten, habe ich meiner ersten Tochter den Namen meiner Schwiegermutter gegeben. Sie heißt nun Antonia und der Name gefällt mir inzwischen richtig gut. Vielleicht aber auch, weils in Deutschland auch zu einem Modenamen geworden ist.

Ich hoffe, daß die Leute hier aber Verständnis haben werden, wenn ich mein 2. Kind, das bisher nur in Planung und noch völlig flüssig ist, nicht eines Tages nach meonen Eltern, also Wolfgang oder Traudl benennen will...

Grüße
aus Goumenissa
Ich fuehle mich eben total unter druck gesetzt. ich muss es eben so machen, sonst waere schwiegermutti total enttauscht! wer will schon seine schwiegermutter enttaeuschen! aber ich mag den namen einfach nicht sonderlich!
und das verstaendnis fuer meine kultur, also der individuellen namensgebung, ist ueberhaupt nicht da! du bist jetzt eben in GR....Ja danke aber unser kind ist eben 50/50 oder spielt die deutsche seite da keine rolle?? das aergert mich!
Wie denkt denn Dein Freund so wirklich persoenlich darueber? Stimmt er Dir im Grunde zu, aber ist selber unter Druck, so von wegen Mama nichtt enttaeuschen wollen, hat nicht den Mut sich der Tradition zu widersetzten, etc etc? Ist seine Familie denn generell sehr traditionsliebend?
Besprich doch mal den Kompriss des Zweitnamens mit Deinem Mann. Ich denke, dass ist echt die beste Loesung fuer alle. Zeig Deinem Mann warum Dir das so wichtig ist und,dass das im Grunde nichts persoenlich gegen Deine SchwiMu ist..........

Auch bei Griechen ist das mit dem Zweitnamen mittlerweile beliebt.......

Ich bin immer fuer ehrliche Gespraeche. Bin ich bis jetzt immer gut mit zurecht gekommen............

Viel Glueck
Esther
darum sind wir ja darauf gekommen! er will unbedingt den namen seiner mutter geben! die weiss aber von der ganzen diskussion noch garnichts!
und weil meine schwaegerin mich bei der namenssuche im internet gesehen hat, hat die sich nun auch noch zu wort gemeldet, mit der aussage das es halt pflicht sei, sonst waere sie total enttaeuscht, die leute wuerden reden, bla bla bla!
ich bin inzwischen soweit, den namen meiner mutter zu geben! als danksagung und trost das sie ihre enkelkinder nicht so heufig zu sehen bekommt!

"trotz" + "schmoll"
Hallo Claudia,

wenn Dir der Name Katherina absolut nicht gefällt, dann nimm ihn nicht. Das ist und bleibt Deine, bzw. Eure Sache. Vermutlich wird niemand mehr erstlich böse darüber sein, wenn das Baby erst mal da ist. Mit dem Gerede der Leute mußt Du dann halt leben, wie ich es auch tue, aber es hat mich nie genervt, obwohl ich mindestens schon 100 Mal erklären mußte, warum weder unsere Tochter so heißt, wie ihre Oma, noch unser Sohn, wie sein Opa.

Dazu sei allerdings gesagt, daß man sich nach einigen Jahren auch an die grichischen Namen gewöhnt, was man sich gar nicht vostellen kann, wenn man noch nicht so lange hier ist. Ich wollte nur den Namen von Marcos Opa nicht weitergeben, denn sein Cousin hat ihn schon und wenn in einer Familie zwei Kinder den gleichen Namen tragen, finde ich verwirrend, wo es doch so viele Namen gibt.

Ich persönlich finde Katharina einen sehr schönen griechischen Namen.

Laß Dich bloß nicht verrückt machen

Susi
Ich wuerde (allein!) mit der SchwiMureden und wenn es ihr nichts ausmacht, sie als Verstaerkung in der Diskussion nehmen Wink Immerhin scheint der ganze Stress eine einsame Einzelaktion des werdenden Vaters zu sein.... das kann man denn ja auch etwas steuern, wenn SchwiMu in Ordernung ist Wink
Jetzt muß ich mich auch nochmal zu Wort melden.
Ich kann Dich sehr gut verstehen. Ich hatte dieses wirklich abescheuliche Gefühl damals auch. Aber ich hatte keine Chance mich dem Ganzen zu widersetzen. Keine Ahnung wohin es geführt hätte, wenn ich mich quer gestellt hätte.
Wie ich schon erzählte, heißt meine Tochter Antonia und wurde nach meiner Schwiegermutter benannt. Der Geburtstermin war ausgerechnet für den 24.12. Da mein Schwiegervater Christo heißt, wollte ich meine Tochter lieber nach ihm benennen, also Christine oder Christina. Alleine schon daß ich das bedacht hatte, löste bei meinem Schwiegervater Anfälle aus. Es muß alles seine traditionelle Richtigkeit haben. Ich denke, er hätte jeglichen Kontakt zu uns abgebrochen, wenn ich mir irgendeinen Namen herausgesucht und damit die Traditionen gebrochen hätte.

Im Prinzipo ist es in Griechenland sowieso so, daß nicht die Eltern den Namen bestimmen, sondern die Taufpaten. Es zählt der Name, der am Eingan der Kirche ausgesprochen wird. Die einzigste Möglichkeit einen falschen Namen zu verhindern ist dann nur noch der Abbruch der Taufe.

Ich kann Dir nur raten nachzugeben und Dich mit dem Namen abzufinden. Es ist ein sehr schöner Name und Du wirst Dich an ihn gewöhnen, genauso wie ich mich an Antonia gewöhnt habe. Ich glaube nicht, daß Du mit Reden oder Widerstand besonders weit kommst. Beim 2. Kind kannst Du dann drauf bestehen, daß nach Deinen Regeln gespielt wird.
Deinem Kind ist der Name egal, die Hauptsache ist doch daß es geliebt wird und nicht wie man es ruft.

Grrße Dich
Sabine
sicherlich ist mir das wichtigste, dass das kind gesund auf die welt kommt! das was ich unfair an der sache finde ist, dass meine erziehung und meine kultur komplett ausser acht gelassen wird. es spielt keine rolle ob ich es wichtig finde, ob meine familie in D es vielleicht wichtig findet! meine gefuehle und gedanken bei der sache spielen keine rolle weil es hier eben anders ist! das kind soll einen griechischen namen haben und wird orthodox getauft. das ich als gleichgewicht bzw. respekt vor meiner kultur den wunsch eines individuellen (griechischen) namen haben will, ist een einfach totalu unwichtig.

und da muss ich martina recht geben, denn wenn meine meinung einfach unwichtig ist, was wird dann spaeter mal, bei anderen wichtigen entscheidungen?
Wie gesagt, ich kann Dich 100 %ig verstehen.
Du kannst noch, wie ich von Glück reden, daß Deine Schwiegermutter nicht irgeneinen für uns Deutsche fast unaussprechlichen Namen, wie Chrisanthi oder so hat. Katherina gibts auch im Deutschen und kann durchaus deutsch ausgesprochen werden, wie auch Antonia.
Mit den Griechen über solche Sachen zu diskutieren ist denke ich mal fast unmöglich und Respekt vor unserer Kultur, den haben sie tatsächlich nur in den seltensten Fällen.

Vielleicht hat aber auch Carmen recht und Du solltest mal mit Deiner Schwiegermutter reden, ich denke das kommt ganz auf den Typ Schwiegermutter und Dein Verhältnis zu ihr an. Die meisten Mütter halten aber doch eher zu ihren Jungs als zur Schwiegertochter.

Du kannst es natürlich auch einfach drauf ankommen lassen, hart in Deinem Willen bleiben und gucken, wie Dein Umfeld darauf reagiert.

In meinem Bekanntenkreis kam ein Mädchen zur Welt und sollte getauft werden. Der Vater wollte dem Kind den Namen seiner Mutter Vassiliki und die Mutter einen willkürlich gewählten Namen Fedra geben. Die beiden konnten sich absolut nicht einigen, so daß der Taufpate in der Kirche einen Doppelnamen angab, nämlich Vasiliki Fedra. Trotzdem ruf jetzt jedes Elternteil sein Kind mit dem eigenen Wunschnamen, er ruft Vasiliki und sie Fedra. Die ganze Umgebung ist völlig iritiert, weil keiner sicher weiß wie das Kind nun gerufen werden soll. Auch für das Kind denke ich ist das vewrwirrend, wenn die Eltern sich noch nicht mal bei der Namensgebung einig sind.

Eins ist klar, einer von Euch beiden muß von seinem Wunsch zurücktreten. Ich bin zurückgetreten, weil ich nunmal jetzt in diesem Land lebe und mich eben auch manchenr Traditionen annehmen muß.
Übrigens wurde ich später bei anderen wichtigen Entscheidungen nicht ausgeschlossen, sondern darf alles schön mitbestimmen:-) Ich denke ich habe meiner Familie klargemacht, daß ich nicht ALLES mitmache.
Hallo Claudia,

das was ich unfair an der sache finde ist, dass meine erziehung und meine kultur komplett ausser acht gelassen wird.

das ist nicht weiter verwunderlich, denn sie werden Deine Kultur nicht kennen. Wenn Du länger hier lebst wird Dir das noch viel öfter passieren. Das ist so einen griechische Eigenheit. Sie sind eben doch noch traditionell. Bei der Erziehung werden sie Dir bestimmt nicht soooo viel reinreden, denn die Griechen erziehen ihre Kinder in den meisten Fällen nicht.

Ich finde die Idee sehr gut mit der Schwiegermutter zu reden. Diese wird vielleicht respektieren, daß Du einen anderen Namen wählen möchtest. Meine hat das auch verstanden.

Viel Glück und mache Dir nicht so viele Gedanken darüber(tut dem Baby nicht gut). Das letzte Wort hast Du.
Claudia_HH schrieb:Ich fuehle mich eben total unter druck gesetzt. ich muss es eben so machen, sonst waere schwiegermutti total enttauscht! wer will schon seine schwiegermutter enttaeuschen! aber ich mag den namen einfach nicht sonderlich!
und das verstaendnis fuer meine kultur, also der individuellen namensgebung, ist ueberhaupt nicht da! du bist jetzt eben in GR....Ja danke aber unser kind ist eben 50/50 oder spielt die deutsche seite da keine rolle?? das aergert mich!
Hallo Claudia,

ich hoffe, du findest eine Lösung, mit der alle zufrieden sind. Sonst hast du Leichen im Keller, die für Beziehungen gar nicht gut sind.

Was würde denn schlimmstenfalls passieren, wenn du dich jetzt querstellst? Würden sie dich aus der Familie schmeißen? Außerdem, wenn sie so traditionsbewusst sind, finden sie es nicht schlimm, dass ihr nicht verheiratet seid?

LG
Martina
vielleicht sind es auch meine hormone die mich die ganze sache dramatischer sehen lassen als sie ist! morgen kommt meine mutter zu besuch! mal sehen was ihr muetterlicher rat dazu sagt!

@martina (bzgl. zyste), nachdem mir nun tausend leute bestaetigt haben, dass es kein problem sein sollte bin ich in der hinsicht ruhiger und meine werte beim letzten arztbesuch waren ok!
Hallo Claudia,

wahrscheinlich hast Du hier schon genug Meinungen gehört, ich muss aber meine trotzdem noch unbedingt loswerden.
Ich bin ganz und gar nicht der Meinung, dass bei der Namensgebung die Selbstbehauptung als Ausländerin auf dem Spiel steht. Ich finde, im Gegenteil, dass hier viel mehr Souveränität angebracht ist.
Wieviele deutsche Kinder leiden unter ihrem Namen? Sicher mehr als 50 Prozent! Mein Cousin hat ein Pflegekind aufgenommen mit dem Namen Ceyenne (weiß nicht ob richtig geschrieben). Ein Leben lang muss das arme Kind Köpfe schütteln sehen, wenn sie sich vorstellt.... Ich heiße Petra, damals auch Modename, wir waren immer mindestens zu dritt in der Klasse und ich habe den Namen Zeit meines Lebens gehasst.

Ich bin bei meinem ersten Sohn nicht wirklich unter Druck gesetzt worden, und ehrlich gesagt, kann ich mich gar nicht mehr genau erinnern, warum ich schließlich einverstanden war, ihn Georgios zu nennen, dieser wohl häufigste Name in Griechenland. Ich wollte ihn damals Lukas nennen, damals auch super modern, und so heißt er jetzt Georgios Lukas, wobei mir das Lukas überhaupt nicht mehr gefällt. Auch unser Geschmack ändert sich! Dagegen ist er für mich heute einfach Georgios, und kein anderer Name wäre für mich vorstellbar.
Ich weiß auch nicht, warum gerade diese Tradition hier so doof sein soll. Das ist eine der wenigen Bräuche, die ich nachvollziehen kann.
Ich weiß, welches Glück es für meinen alten Schwiegervater bedeutete, diesen Enkel zu haben, sein erster, und es ist nunmal so, dass sie wirklich glauben, auf diese Weise weiterzuleben. Ich habe ihm das von Herzen gegönnt. Ich habe ihn eben auch sehr lieb gehabt.
Ich kann die Alten auch verstehen, wenn sie eben nicht verstehen können, wenn man mit dieser Tradition bricht. Ich nehme es ihnen auch nicht übel, wenn sie sich vor den Leuten im Dorf schämen. Was erwartet ihr denn von denen? Wieso sollen sie plötzlich weltgewandt und offen für alle möglichen anderen Sitten sein, nur weil der Sohn ne Ausländerin heiratet? Da gibt es sicher wichtigere "Prüfsteine" als die Namensgebung, und ein bißchen Aufgeben bzw. Entgegenkommen muss es eh von beiden Seiten geben.

Bei meinem zweiten Sohn wurde mir dann allerdings der Name von meinem Schwager richtig "diktiert", damit er selbst auch weiterlebt, da er kinderlos ist (weil Bischof). Das hat mich geärgert, doch wir nennen ihn nicht Gabriel, sondern Willy, und das klingt so wunderbar deutsch, dass ich ganz leicht drüber hinwegkam. Wobei Gabriel natürlich auch schön ist, aber ein bißchen Protest braucht meine Seele ab und zu auch.

Viele Grüße
Petra aus Paros
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