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sprache als thema - nomas - 30.06.2011

anläßlich einiger beiträge um die themen rechtschreibschwächen und -stärken, klein- und großschreibung, fremdwörter, anglizismen und überhaupt zum umgang mit der eigenen und anderen sprachen schlage ich ein neues forum Unsere Sprachen (oder so) im bereich Auswandern nach und Leben in GR vor.


RE: sprache als thema - heinz57g - 30.06.2011

nomas, klingt gut. obwohl ichs fuer recht muessig halte: mir ist der inhalt 1000x
wichtiger. aber dann wuerde man die kosmetik vom inhalt trennen, auch gut.

ich selbst hatte einen technischen grund warum ich zur kleinschreibung gewechselt
bin. vor einigen jahren (ja, vor vielen) mussten meine mails zum teil auch auf
telex-maschinen gelesen bzw sogar geschrieben werden, und da gabs nur GROSS
(die alten) oder klein (die neueren). jegliche sonderzeichen waren OUT.

dazu kam noch, dass ich staendig vor tastaturen sass, die mir 'spanisch' vorkamen:
kyrillisch mit oder ohne latein daneben, indisch mit total verruecktem layout,
griechisch auf US tastatur, usw usf - ein chaos.

hab mich manchmal gefreut, ueberhaupt die tasten zu treffen - oft musste ich blind
probieren wo denn was war - und da wars halt auf nur-klein einfacher. da reines
GROSSschreiben im WW als bruellen (screaming) interpretiert wird, bliebs bei klein.

faulheit? wems passt. ich bin trotzdem ein netter mensch geblieben.

gruesse - heinz -


RE: sprache als thema - nomas - 30.06.2011

(30.06.2011, 08:51:53)heinz57g schrieb: nomas, klingt gut. obwohl ichs fuer recht muessig halte: mir ist der inhalt 1000x
wichtiger. aber dann wuerde man die kosmetik vom inhalt trennen, auch gut.
genau das ist es, was mich zu dieser anregung gebracht hat. im themenzweig (auf deutsch: thread) Umschuldung in Griechenland gibt es mehrere beiträge, auf die einzugehen es mir in den fingern juckt, was dann aber ziemlich off-topic (auf deutsch: themenverfehlt) wäre.

apropos kosmetik: auch die form (verpackung) eines inhalts hat ihre bedeutung. daß die in aller regel hinter der bedeutung des inhaltlichen zurücksteht, sei unbestritten.

Zitat:ich selbst hatte einen technischen grund warum ich zur kleinschreibung gewechselt
bin. vor einigen jahren (ja, vor vielen) mussten meine mails zum teil auch auf
telex-maschinen gelesen bzw sogar geschrieben werden, und da gabs nur GROSS
(die alten) oder klein (die neueren). jegliche sonderzeichen waren OUT.

dazu kam noch, dass ich staendig vor tastaturen sass, die mir 'spanisch' vorkamen:
kyrillisch mit oder ohne latein daneben, indisch mit total verruecktem layout,
griechisch auf US tastatur, usw usf - ein chaos.

ein ähnliches problem, nämlich der völlig unzureichende verwendbare zeichenvorrat bei der kommunikation im internet, hat mich bis vor wenigen jahren sehr gestört.
jetzt hat sich zum glück unicode weitgehend (jedenfalls in den besseren foren) durchgesetzt

Zitat:hab mich manchmal gefreut, ueberhaupt die tasten zu treffen - oft musste ich blind
probieren wo denn was war - und da wars halt auf nur-klein einfacher. da reines
GROSSschreiben im WW als bruellen (screaming) interpretiert wird, bliebs bei klein.

faulheit? wems passt. ich bin trotzdem ein netter mensch geblieben.

faulheit ist die wurzel allen fortschritts. Cool




RE: sprache als thema - Ron van Tabard - 30.06.2011

Hi nomas,

im Internet verkümmert die Sprache extrem. Dadurch dass man extrem schnell schreibt, sowie (jedenfals bei mir so) auch noch gleichzeitig und Staendig in 3 Sprachen, treten diese Sprachmixturen vermehrt auf.

Bestaendig auf Rechtschreibung zu achten, verdirbt irgendwie die Lust zum schreiben.

Es mag zwar Rechtschreibprogramme geben, die alles nachkontrollieren, jedoch ist es wie gerade eben der Fall, dass bei mir jedes Wort als falsch makiert wird, da ich jedesmal die Sprache der Kontrollprogramme umstellen muesste.

Wenn es extrem unleserlich, einfach Bescheid geben. Ich weiss zB. dass dies bei mir öfter der Fall ist.

Dein Vorschlag finde ich aber trotzdem gut, denn ich treffe viele Auswanderer die Sprachprobleme mit der Zeit besitzen.
Bei mir selber ist es auch so, dass ich mal das eine oder andere Wort in seiner Schreibweise komplett vergesse, sowie in der Grammatik, oefter mal ins Englische verfalle.


Gruesse Ron


RE: sprache als thema - ulli - 30.06.2011

hallo Smile

ich gehöre auch zur telexgeneration und kann mir das konstante kleinschreiben nicht abgewöhnen, sorry wen es stoert.

gruss


RE: sprache als thema - Carsten - 30.06.2011

Ich finde es irgendwie schade, wenn die Deutsche Rechtschreibung durch das Internet völlig ignoriert wird bloß weil manche zu faul sind die Großschreibtaste zu betätigen, aber ich persönlich kann damit leben. Allerdings fällt mir dazu ein Satz meines früheren Lehrers ein: Wenn schon, dann bitte mit System.

Aber selbst bei denjenigen die gerne alles klein schreiben, gibt es gängige Regeln die ich ganz gut finde. Diese haben ihren Ursprung in der Anlehnung an anderen Sprachen, so wird z.b. jedes Substantiv klein geschrieben, aber der Satzanfang, Namen, Länder u.v.m. werden auch da groß geschrieben.

So ganz und gar alle Regeln der Schreibweise zu ignorieren, macht es in der Tat schwer längere Beiträge zu lesen.

Letztendlich bin ich aber auch der Meinung, dass der Inhalt wichtiger ist, schließlich heisst das Forum GotoHellas und nicht GotoDuden Smile


RE: sprache als thema - nomas - 01.07.2011

regeln sind durchaus sinnvoll: in ihrem gültigkeitsbereich.
nicht in ihren gültigkeitsbereich fallen die kunst und/oder die selbstdarstellung.

strawinsky hat bei der uraufführung des sacre du printemps in paris 1913 einen skandal hervorgerufen.
viele künstler werten einen skandal als positiv, weil er der nachweis ist, daß sie regeln gebrochen und somit etwas neues geschaffen haben.

manche leute stellen sich -mehr oder weniger unbewußt - selbst dar, indem sie möglichst regelkonform aufzutreten versuchen.
andere wiederum versuchen das gegenteil: sie machen es sich zur regel, regeln zu brechen.
(was von ästhetisch veranlagten menschen als inkonsistent, also häßlich empfunden wird.
(sofern sie nicht inkonsistenz als positiv empfinden. Smile ))

regeln sind nicht unproblematisch. gerade bei sprachen, da sprachen lebendige gebilde sind, regeln jedoch stark zur verstarrung drängen.
warum wurde das ph bei griechischen fremdwörtern abgeschafft? muß der mathematiker (warum nicht matematiker?) jetzt vom grafen einer kurve schreiben? oder wird hier die regel per ausnahme gebrochen? und warum gilt diese ausnahmeregel nicht bei telefon?

der user ("benutzer" - welch ein häßliches wort in diesem zusammenhang) hush1 aus dem PhysOrg-forum steht sogar auf dem standpunkt, es gebe nur eine einzige sprache auf diesem planeten, von der wir alle lediglich teilmengen kennen oder gar beherrschen. warum also sollte jemand, dessen wortschatz relativ groß ist, nicht schreiben, wie ihm der schnabel gewachsen ist, sondern seine ausdrucksmöglichkeiten darauf reduzieren, was einem potentiellen leser die inanspruchnahme von hilfsmitteln erspart, während jemandem, dessen wortschatz relativ gering ist, sein schreiben, wie ihm der schnabel gewachsen ist selbstverständlich zuzugestehen ist?

anmerkung 1:
meine schwiegermutter ist (zweisprachige) analphabetin und ich verehre sie.
(ich gehe davon aus, daß alle hier im forum wissen, wieso manche älteren griechinnen analphabetinnen sind.)

anmerkung 2:
ich bin allen autoren aller bücher, die ich jemals gelesen habe, für jedes wort und jede redewendung dankbar, die nachzuschlagen ich gezwungen war. sie haben mir die welt geöffnet und mir ermöglicht, mich selbst besser zu verstehen.

denn
die grenzen meiner sprache sind die grenzen meiner welt.
[ludwig wittgenstein]


RE: sprache als thema - Carsten - 02.07.2011

Ich stimme dir zu, dass die gegliederte Version mit korrekter Schreibweise angenehmer zu lesen ist.

Unser Gehirn kann selbst völlig durcheinandergebrachte Wörter und Rechtschreibfehler ignorieren um trotzdem den Inhalt zu verstehen, aber es macht es nicht unbedingt leichter. Das klassische Beispiel dafür ist der folgende Text. Je schneller man ließt, desto leichter geht es:

Afugrnud enier Sduite an enier Elingshcen Unvirestiät ist es eagl, in wlehcer Rienhnelfoge die Bcuhtsbaen in eniem Wrot sethen, das enizg wcihitge dbaei ist, dsas der estre und lzete Bcuhtsbae am rcihgiten Paltz snid. Der Rset knan ttolaer Bölsdinn sien, und du knasnt es torztedm onhe Porbelme lseen. Das ghet dseahlb, wiel wir nchit Bcuhtsbae für Bcuhtsbae enizlen lseen, snodren Wröetr als Gnaezs. Smtimt's?





RE: sprache als thema - petraki - 03.07.2011

Auf grund eine Studie an eine englische Univirsität ist es egal in welche Reienfolge die Buchstahben in eim Wort sten. das einzich wichtiege dabei is das der erste und der letzte Buchstahbe am riechtiken platz sind. Der Räst kan totaler Blöhdsien sein und du kanst es trotz dem ohne Probleme lesn. Das geht däshalp weil wir nich Buchstahbe füa Buchstahbe einzeln lesn sondärn wöata als Gannses. Stimms?

Und was halten wir davon?
Es gibt doch Unterschiede zwischen Tippfehlern und Rechtschreibschwächen.
Tippfehler nicht zu korrigieren, ist eine Unhöflichkeit gegen den Leser. Das Ausmaß einer Rechtschreibschwäche sagt mir auch etwas über die Qualität des Inhalts des Geschriebenen und der (Aus)Bildung des Schreibers.
Aus der äußeren Form eines Textes kann ich auf den Wert des Inhaltes schließen, und das macht es mir leicht, aus der Fülle des Geschriebenen das herauszufiltern, das es Wert zu lesen ist. Und mit unhöflichen Menschen kommuniziere ich nicht.

Petraki

PS.: Natürlich rutscht einem schon einmal der eine oder andere Tippfehler durch, aber es gibt offensichtlich auch Mitmenschen, die einen Text zur Veröffentlichung freigeben, ohne ihn noch einmal gelesen zu haben.




RE: sprache als thema - b.rater - 03.07.2011

@petraki

:Super::Super::Super:


RE: sprache als thema - nomas - 03.07.2011

und so geht es seit jahrzehnten: es wird geschrieben, was die tastatur hergibt, um eine schimäre namens konformität schönzureden - aber auf meine argumente geht niemand auch nur ansatzweise ein.

das argument, daß die konventionelle rechtschreibung das lesen erleichtere, beruht auf der verwechselung von gewöhnungseffekten mit der widerlegbaren annahme, daß "lesbarkeit" eine meßbare eigenschaft orthographischer systeme sei.
(03.07.2011, 19:35:08)petraki schrieb: es gibt offensichtlich auch Mitmenschen, die einen Text zur Veröffentlichung freigeben, ohne ihn noch einmal gelesen zu haben.

aufgrund korrekter einschätzung der eigenen korrekturkompetenz. Smile




RE: sprache als thema - petraki - 04.07.2011

(03.07.2011, 22:44:30)nomas schrieb: aber auf meine argumente geht niemand auch nur ansatzweise ein.

Das liegt vielleicht auch daran, daß es vielen zu viele Mühe bereitet, Texte zu lesen, die auf eine korrekte Großschreibung verzichten.
petraki


RE: sprache als thema - b.rater - 04.07.2011

Kleinschreiber, das sind auch die, die ohne Rechtschreibhilfe nicht einmal mehr ein Bewerbungsschreiben erstellen können.


RE: sprache als thema - Carsten - 04.07.2011

Ach b.rater, das ist doch reine Provokation und haltlos obendrein.

@nomas: Warum die konventionelle Schreibweise leichter zu lesen ist, ist sekundär. Entscheidend ist, dass sie leichter zu lesen ist.
Wenn in einem Forum jeder in seinem eigenen Stil schreibt, wird es mühsam da man sich für jeden Post umstellen muss.


RE: sprache als thema - NaxosNick - 04.07.2011

Ich finde auch dass "Schreiben können - mit entsprechender Rechtschreibung" ein schönes Kulturgut ist, genauso wie Singen, u.s.w. Und genauso wie bei Diesem und Anderen, hat natürlich jede® unterschiedliches Talent und Übung. Da ich, im Gegensatz zu früher, z.B. praktisch überhaupt nichts mehr mit dem Stift in der Hand schreibe, hat sich mein(e) Lesbarkeit und Schrift erschreckend verschlechtert. Übung würde wieder helfen - hab`aber keine Zeit und Lust. Und anderen wird es ähnlich gehen. Wer den ganzen Tag irgendwo in der Küche steht, den Teer auf die Straße bringt oder auf dem Acker Spargel pflückt, hat vielleicht nie die Gelegenheit, das einmal (wenigstens) in der Grundschule Gelernte, zu nutzen, pflegen und auszubauen oder wenigstens beizubehalten. Die sinnleere mehrfache und von mir weitgehend ignorierte, geänderte (bzw. reformierte) Rechtschreibreform tat ihr übriges. Schade bleibt es dennoch.

Aber in manchen Foren ärgert mich die dabei heraus zu lesende Einstellung: viele sind zu faul sich Mühe zu geben, nicht mal im Nachhinein das Getippte anzuschauen oder die automatisch vorhandene Rechtschreibprüfung zu nutzen, obwohl sie es könnten. Man kann ihnen dann oft Oberflächlichkeit unterstellen oder dass Respekt, bzw. Interesse fehlt.

In meinem Drummerforum (15.000 Typen zwischen 10 und 90) wird das knallhart geächtet. Wer da mit "hasdema "oder "abba" anfängt, wird besonders beachtet und wenn er sich nicht bessert, wird er ignoriert oder fliegt bald raus. Das ist auch jedes Jahr wieder Thema für Hunderte von Beiträgen. Auf der einen Seite stehen dann die "Alten", so ab 40 und auf der anderen Seite Kiddies, die noch zur Schule gehen! Vor allem, wenn es dazu kommt, das man den Sinn eines Satzes oder Beitrages, aufgrund der fehlenden Satzzeichen oder schlechter Rechtschreibung nicht mehr klar erkennen kann, ist es Zeit einzugreifen.

Die konsequente "KLEINschreibung" mag sich durch frühere Telex oder ähnliches bei manchen eingebürgert haben. Doch Diese, wie auch seltene Zeichensetzung oder Gliederung, erschwert mir das Lesen. Da ich aber gerne lese, werden solche Texte von mir dann häufig ignoriert...

Ich erhalte tagtäglich Emails die mich zum Verzweifeln bringen. Aber ich kann meine Kunden ja schlecht verbessern - nur möglichst korrekt antworten. Und jemand der täglich soviel und schnell tippt, wie ich, hat natürlich ein größeres Fehlerpotential.


RE: sprache als thema - b.rater - 04.07.2011

@carsten

...was ist daran Provokation? Kannst Du die Wahrheit nicht ertragen? Ich bin fest davon überzeugt, dass 70% der "deutschen Kleinschreiber" die Rechtschreibung nicht beherrschen und "Telexgeneration" kann ich nicht akzeptieren, das sind auch nur Ausreden oder will mir jemand erzählen. dass 40% der Forenteilnehmer oder E-Mailschreiber bis vor 25 Jahren nur Telex geschrieben haben.

Auch viele unter 15-jährige lesen mit und da sollte man schon mit gutem Beispiel voran gehen. Und wie NaxosNick schon geschrieben hat, das Mindeste was ich erwarten kann, dass man sich sein Geschreibsel noch einmal durchliest!
Ich bin auch nicht 100% -im Gegenteil- habe auch bist 1978 Telefax ohne Ende geschrieben, habe 25 Jahre an Großrechnern nur mit Kleinbuchstaben gearbeitet aber das ist kein Grund das Gelernte zu vergessen.
Denn jeder hat seinen Brief zu Hause, seinen Einkaufszettel, seine Ansichtskarten, seinen handgeschriebenen Lebenslauf usw. nicht mit Kleinbuchstaben geschrieben obwohl angeblich den ganzen Tag nur klein geschrieben wurde.

Alles Ausreden! Da kannst ruhig anderer Meinung sein, aber das mußt Du erst einmal begründen, Provokation lasse ich nicht gelten.



RE: sprache als thema - Carsten - 04.07.2011

Bloß weil jemand aus PRINZIP alles klein schreibt, bedeutet dies nicht, dass derjenige nicht in der Lage ist auch in konventioneller Schreibweise zu schreiben. Zu behaupten, derjenige wäre nicht in der Lage ein Bewerbungsschreiben aufzusetzen ist sehr weit hergeholt. Solch einen Vorwurf würde ich gelten lassen wenn derjenige "abba" anstatt "aber" schreibt, aber nicht wenn derjenige einen sehr gut gewählten und ansonsten einwandfreien Text schreibt - abgesehen von der prinzipiellen Kleinschreibung.

Ich stimme euch (b.rater, doxo, NaxosNick, Petraki, etc.) zu, dass die korrekte und konventionelle Schreibweise auch in einem Forum maßgebend sein sollte, hierzu gibt es viele gute Gründe wie Kulturgut, Lesbarkeit, Anstand etc., nur hat prinzipielle Kleinschreibung nichts mit Rechtschreibschwäche zu tun. Dazu bedarf es mehr Anzeichen.

@b.rater: Wenn dir das Wort Provokation nicht gefällt, dann sehe es bitte als Unterstellung an.


RE: sprache als thema - Paschalitza - 04.07.2011

Ich bin echt erstaunt, was und welche Probleme ihr so habt.

Ist es nicht egal, ob Groß- oder Kleinschreibung?

Mit zumindest kommt es nur auf dem Inhalt an.

Gruß

" Die Vertretung "




RE: sprache als thema - b.rater - 04.07.2011

Jemand der behaubtet die Groß- Kleinschreibung vor 20 Jahren wegen Telefax usw. verlernt oder nicht mehr gewohnt ist., hat es jetzt auch nicht mehr drauf woher auch?
Außer in Foren wir doch fast nirgens mehr geschrieben. Beruflich werden nur noch vorgefertigte Masken bedient, Briefe werden nicht geschrieben, weil verlernt, und Mail werden eben in Kleinschrift verfasst, kann man nichts falsch machen.

@carten
ich warte noch auf Dein Pro, für die Kleinschreibung.




RE: sprache als thema - Carsten - 04.07.2011

@b.rater: Wie kommst du auf das schmale Brett, dass ich Befürworter der Kleinschrift bin?

Mir ist es ziemlich egal wie die Leute schreiben, Hauptsache der Inhalt ist von konstruktivem Mehr-/Nährwert. Korrekte Schreibweise und vernünftige Struktur tragen zur Lesbarkeit bei, aber nicht zum Inhalt der Botschaft.

Aber ehrlich gesagt finde ich die ganze Diskussion überflüssig weil bisher alle Teilnehmer durchaus lesbare Beiträge liefern. Vom Umgangston kann ich das nicht so uneingeschränkt behaupten.

Ich denke, wir könnten alle etwas kulanter miteinander umgehen und dazu gehört auch die Schreibweise jedes Einzelnen.


RE: sprache als thema - nomas - 04.07.2011

(04.07.2011, 07:51:35)petraki schrieb:
(03.07.2011, 22:44:30)nomas schrieb: aber auf meine argumente geht niemand auch nur ansatzweise ein.

Das liegt vielleicht auch daran, daß es vielen zu viele Mühe bereitet, Texte zu lesen, die auf eine korrekte Großschreibung verzichten.

ja, das mag sein. ich begrüße das; es hilft, die menschen besser zu verstehen.

allerdings genießt das adjektiv "korrekt" in diesem zusammenhang keine objektive gültigkeit:
wikipedia schrieb:Eine über den schulischen Rahmen hinausgehende rechtliche Verbindlichkeit existierte vor der Reform nicht und wurde mit der Reform auch nicht eingeführt, wie nicht zuletzt das Bundesverfassungsgericht in mehreren Entscheidungen erklärte.
link: wikipedia



RE: sprache als thema - Carsten - 05.07.2011

@Doxo: Die Betonung liegt auf ICH. Ich finde die Diskussion überflüssig. Das bedeutet nicht, dass ich für das Forum entscheide.

Des weiteren habe ich mehrfach erwähnt, dass ich auch der Meinung bin, dass eine korrekte Schreibweise durchaus lobenswert ist, aber ich würde nicht so weit gehen einen Beitrag nicht zu lesen nur weil er in Kleinschrift verfasst wurde. Dafür ist mir der Inhalt zu wichtig. Sorry, aber wenn jemand so rigoros ist, dann ist das meines Erachtens etwas kleinkariert. Das bedeutet aber auch nicht, dass wir jetzt alle in Kleinschrift schreiben sollen, es geht lediglich darum ob die Kleinschreibung im Forum akzeptiert wird oder nicht. Diese Entscheidung finde ich überflüssig da es wesentlich Wichtigeres gibt.

Wenn jemand schreibt: nächste woche findet ein generalstreik statt
dann ist es für mich wichtiger dies zu wissen, als den Beitrag wegen der Kleinschreibung zu ignorieren oder womöglich sogar wegen Forenregeln zu verbieten.

Vielleicht verstehe ich auch das Thema falsch. Wenn es hier lediglich darum geht was schöner bzw. lesbarer ist, dann bin ich auch gegen die Kleinschreibung.




RE: sprache als thema - Carsten - 05.07.2011

@Doxo: obwohl wir im Prinzip konform gehen, reden wir doch aneinander vorbei.

Worauf willst du hinaus? Sollte die Kleinschreibung in diesem Forum durch Regeln verboten werden?

Ich wäre dagegen, weil ich die Beiträge von "nomas" INHALTLICH wichtig finde. Und wenn er nur so schreiben will, dann ist das zwar schade, aber so ist es eben. Lieber lese ich seine Beiträge in Kleinschrift als gar nicht.

Natürlich ist es schade wenn unsere Kultur den Bach runter geht, aber ich kann doch die Leute nicht zu ihrem Glück zwingen.

Außerdem kann man nomas nicht mit Teenagern vergleichen die nicht mehr in der Lage sind sich vernünftig auszudrücken. Im Gegenteil, seine Beiträge beweisen, dass er der Deutschen Sprache durchaus mächtig ist, er gibt ihr nur seine eigene persönliche Note. Für mich sind das zwei Paar Schuhe.

Ich finde den Boykott solcher Beiträge deshalb kleinkariert, weil es dir/demjenigen offensichtlich mehr um andere Werte geht als um den eigentlichen Inhalt. Das ist für mich wie wenn man jemanden wegen seiner Kleidung/Erscheinung verurteilt oder Produkte entsprechend der Verpackung wählt.

Kulinarisch ausgedrückt, bevorzuge ich gesundes frisches Essen auf einem Pappteller gegenüber einem Hamburger auf einem teuren Porzellanteller.


RE: sprache als thema - Paschalitza - 05.07.2011

(05.07.2011, 18:08:18)Carsten schrieb: Kulinarisch ausgedrückt, bevorzuge ich gesundes frisches Essen auf einem Pappteller gegenüber einem Hamburger auf einem teuren Porzellanteller.

Was hast du den gegen Hamburger ( meine die man isst, nicht die Personen ) Der ist, wenn er richtig gemacht wird, ein völlig ausgewogenes Essen, wie Untersuchungen zeigen ( meine jetzt Richtige, nicht die Fettigen vom MC und Co. )

Echt, das finde ich nun echt diskriminierend :mad:

Und was verstehst du den unter gesundes Essen ( mal Thema wechseln, das mit Klein - Großschreibung geht mir langsam auf die ..... :mad: )

Gruß

" Die Vertretung "

Ich ernähre mich, hoffe ich, gesund :fragesmiley:



RE: sprache als thema - Carsten - 05.07.2011

(05.07.2011, 18:40:43)doxo schrieb: Obwohl so manches besser verboten gehörte, sollte doch die Aufklärung und die freie Entscheidung im Vordergrund stehen ...


Da hast du Recht und ich denke, dass haben wir mit diesem Thema (im Sinne von Thread) getan. Die freie Entscheidung gilt aber für beide Seiten Wink

(05.07.2011, 18:40:43)doxo schrieb: ...und die lautet für mich drastisch ausgedrückt:
"Ich muss nicht alles fressen, was mir vorgesetzt wird!"

Musst du nicht, aber auch hier gilt für beide Seiten: Es wäre schön...


:Shakehands:




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